Schlafwandelnd ins eigene Desaster?

Leidenschaftliche Rede im EU-Parlament: „Wir müssen etwas tun – oder wir sind am Ende“

Ein außergewöhnlicher Moment im EU-Parlament. Guy Verhofstadt, der Vorsitzende der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa und ehemalige Premierminister Belgiens, hat mit der Europäischen Union abgerechnet. Aber anders als die verschiedenen Populisten, die ein Ende der EU fordern. Nämlich konstruktiv.

Eine Rede, an die man sich erinnern wird, meint die HUFFINGTON POST – und bringt die besten Ausschnitte in einem Video.

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Lesenswert ist aber auch diese persönliche Stellungnahme eines anderen EU-Kritikers, Wolfgang Streeck, Soziologe und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln –, der sich in der «ZEIT» Nr. 28 zu der Frage „Ist der Brexit denn wirklich so schlimm?“ äussert. Seine Antwort: „Nein. Die Briten pfeifen zu Recht auf den Finanzinternationalismus ihrer Eliten.“ Lesen Sie, wie er dieses „zu Recht“ begründet.

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Und schliesslich ein Interview mit dem Philosophen Jürgen Habermas, der die Diskursethik schätzt und es als eine Verpflichtung ansieht, in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen nach Antworten zu suchen:

«DIE ZEIT», Nr. 29, 9. Juli 2016

Die Spieler treten ab

Kerneuropa als Rettung: Ein Gespräch über den Brexit und die EU-Krise.