Positives im 2016? Doch, doch.

Solar Impulse – das Flugzeug, mit dem er nur mit Sonnenenergie die Erde umrundet hat

Es ist nie alles nur negativ…

Auch in schwierigen Zeiten gibt es Positives zu entdecken: In diesem ereignisreichen 2016 – um nur ein paar Meilensteine zu nennen –,

  • ist die Armut global auf ein Rekordtief gesunken,
  • sind Fortschritte beim Artenschutz erzielt worden,
  • ist das Klima-Abkommen in Paris zustande gekommen,
  • hat ein Durchbruch in der HIV-Forschung stattgefunden,
  • hat zum ersten Mal ein Flugzeug die Welt umrundet, ohne einen einzigen Tropfen Kerosin zu brauchen!

Und wir lernen, ob wir wollen oder nicht, mit unbekannten Bedrohungen umzugehen: Vielleicht ist Ihnen aufgefallen dass Sie weniger Fotomaterial zum Terroranschlag von Berlin als im Fall von Paris oder Nizza in den Medien gesehen haben? Das hat einen Grund: Mitte des Jahres haben seriöse Zeitungen wie der Zürcher «Tages-Anzeiger» oder «Le Monde» beschlossen, den Tätern keine Bühne mehr zu geben und keine Märtyrer aus ihnen zu machen.

Wir haben uns entschieden, […] keine Bilder von Attentätern mehr zu publizieren, sowohl in der gedruckten Zeitung wie auch online. Ausgenommen von dieser Regel bleiben Beweisbilder wie etwa Aufnahmen von Überwachungskameras. Wie bisher werden wir keine Dokumente von Terrororganisationen abbilden. Die Namen der Täter werden wir abkürzen.
Wir sind uns bewusst, dass unser Einfluss hier sehr begrenzt ist. Wenn der «Tages-Anzeiger» auf Bilder und Videos von Tätern verzichtet, verschwinden diese nicht einfach. Sie werden weiterhin tausendfach im Netz zu sehen sein. Wo es uns aber möglich ist, wollen wir unsere publizistische Verantwortung wahrnehmen.“ (Arthur Rutishauser, Chefredaktor)

Wenn es Sie interessiert, wer wie in den deutschen Medien dieser Regelung folgt oder sie ablehnt, können Sie das hier erfahren.

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Dänische Vorreiterrolle

Hintergrundinformation zum Geschenktipp Nr. 6

Falls Sie Geschenktipp Nr. 6 umsetzen wollen, aber die Zukunft der Bibliotheken anzweifeln, empfehle ich Ihnen, sich mal in der Zentralbibliothek im dänischen Aarhus umzuschauen: Sie steht exemplarisch für eine neu-alte Form des Zusammenseins. Überall auf der Welt werden nämlich öffentliche Bibliotheken vermehrt zu Orten der Zusammenkunft, des Austauschs und Erlebens. Nicht umsonst heisst ja der Titel des hier empfohlenen Artikels «Sitzen, spielen, reden, (lesen)». Da erfindet sich ein öffentlicher Raum neu…

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Die Lösung: Pfadfinder betreuen Flüchtlingskinder

Die Jugendorganisation «Pfasyl» organisiert Anlässe für Flüchtlingskinder in Luzern – eine Bereicherung für Kinder und Pfader.

Eine junge Frau hat eine Idee und bietet eine Lösung an, die wenig kostet und viel bewirkt: Die 21-jährige Rosa-Lynn Rihs und acht weitere Personen, alles aktive oder ehemalige Pfader, haben im Frühling den Verein «Pfasyl» gegründet, eine Pfadi für Flüchtlingskinder . Ihr Kernanliegen: Kindern den Kontakt zu jungen Menschen im Gastland zu ermöglichen. So sollen sie die schweizerische Kultur und Sprache kennenlernen.

Die Vereinsleiter und ein Helfer-Pool von 20 bis 25 Gleichgesinnten verbringen jeden zweiten Sonntag mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Durchgangszentrum – und die Luzernerinnen und Luzerner sind nicht die Einzigen, wie die Leserkommentare verraten: In anderen Schweizer Städten gibt es Ähnliches. Mehr

Bis jetzt haben die engagierten jungen Menschen alles selbst finanziert; das kann natürlich nicht endlos so weitergehen, und sie hoffen auf Spenden. Könnte es sein, dass sich hier Geschenktipp Nr. 8 anbietet? Verdient hätten die jungen Aktivistinnen und Aktivisten Ihre Unterstützung ganz sicher…

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