Medienverantwortung, weiblich

Frauen übernehmen Medienverantwortung

ARD-Intendantin Karola Wille und ihr Verantwortungsbereich

ARD-Vorsitzende Karola Wille und ihr Verantwortungsbereich

Spätestens an der Tagung des GDI Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon anlässlich der Präsentation der Studie «Die Zukunft der SRG im digitalen Ökosystem» am 12. April wurde klar, wie sehr auch die Medienwelt im Umbruch ist. Das Eröffnungsreferat hielt eine Frau, die sich über mangelnde Verantwortung wohl kaum beklagen würde: Professor Dr. Karola Wille, ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin, ist für einen enorm grossen Bereich zuständig, und auch sie, als Verantwortliche für einen öffentlich-rechtlichen Sender,  muss sich mit massiven Veränderungen auseinandersetzen: wie es in der Studie heisst „Alles wird anders und nichts ist mehr unmöglich“. Sie überzeugte das Publikum sowohl mit dem Keynote-Referat als auch später in der Podiumsrunde, die der Journalist und  Fernsehmoderator Grossniklaus gekonnt geführt hat. Ein echtes Veranstaltungs-Highlight und eine lesenswerte Studie, geht es doch um SIE und Ihren Zugang zu den Medien in der nahen Zukunft.

Hier geht es zum Download der Studie – zum kostenlosenDownload!

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Patricia Schlesinger neue Intendantin des RBB

Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Patricia Schlesinger tritt die Nachfolge von Dagmar Reim als Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) an. Schlesinger hat sich im sechsten Wahlgang gegen den ZDF-Journalisten Theo Koll durchgesetzt.Ursprünglich waren drei Kandidaten in die engere Wahl gekommen. Der Rundfunkrat des RBB wählte Schlesinger am Donnerstag mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit nach einem fast fünfstündigen Abstimmungsmarathon.

Zur Wahl ist es gekommen, weil Dagmar Reim, Gründungsintendantin des RBB, den Sender zum 30. Juni aus privaten Gründen verlässt. Sie war die erste Frau, die einen öffentlich-rechtlichen Sender führte.

Die neue RBB-Chefin tritt ihr neues Amt per 1. Juli 2016 an,die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Einem breiteren Publikum ist Schlesinger unter anderem als Moderatorin des ARD-Politikmagazins «Panorama» bekannt. Seit 2007 ist sie die Leiterin des Programmbereichs Kultur und Dokumentation.

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SRF-Radiosendung «Rendez-vous» mit neuer Leiterin

Ivana Pribakovic übernimmt per 1. Juni 2016 die Redaktionsleitung der SRF Mittagssendung «Rendez-vous». Bisher war sie als stellvertretende Redaktionsleiterin und Moderatorin der Sendung tätig. Sie tritt die Nachfolge von Mark Livingston an, der intern zu SRF News wechselt.

Pribakovic ist seit 1998 bei Radio SRF angestellt. Anfangs arbeitete die studierte Germanistin als Zürcher Korrespondentin und Redaktorin in der Regionalredaktion Zürich Schaffhausen, bevor sie 2001 die Moderation der Info-Sendung «Rendez-vous» übernahm. Seit 2014 waltet sie zusätzlich als stellvertretende Redaktionsleiterin der Sendung. Daneben ist sie mit einem Teilpensum Gesprächsleiterin beim SRF-Radio-Talk «Tagesgespräch».

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«Schweizer Bauwirtschaft» mit neuer Redaktionsleiterin

Susanna Vanek ist neue Redaktionsleiterin der Fachzeitschrift «Schweizer Bauwirtschaft». Sie hat die redaktionelle Leitung des Blattes per 1. April 2016 von Massimo Diana übernommen.

«Susanna Vanek ist eine versierte Kennerin der Branche und befasst sich seit vielen Jahren als Fachjournalistin mit Bauthemen», schreibt der Schweizer Baumeisterverband – Herausgeber der «Schweizer Bauwirtschaft» – zur Wahl von Vanek.

Von 2010 bis 2015 war sie Chefredaktorin der «Schweizer Holz-Zeitung», zuvor von 2007 bis 2009 beim Verlag Docu Media Schweiz in derselben Position bei den Zeitschriften «Kommunalmagazin», «Bauherrenmagazin», «Wohnwelten» und «Hotel + Gastro» tätig.

Bei der «Schweizer Bauwirtschaft» – die seit Januar 2016 nicht mehr alle zwei Wochen, sondern monatlich erscheint – tritt Vanek die Nachfolge von Massimo Diana an, der sich gemäss dem Schweizer
Baumeisterverband «nach fünf Jahren in dieser Funktion neu orientieren» wollte.

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Aber es gibt noch viel zu tun…

Einige Firmen und Institutionen haben begriffen, dass die Arbeitswelt der Zukunft vermehrt von Frauen geprägt wird, bei anderen ist von einer solchen Erkenntnis bisher wenig-bis-gar-nichts zu spüren. Lesen Sie dazu die beiden NZZ-Beiträge, die einen Crash Course zu diesem Thema bieten:

Schweizer Firmen vergraulen Frauen
50 000 Akademikerinnen ziehen es vor, zu Hause zu bleiben. Ihre Ausbildung kostete fast sechs Milliarden

Auch qualifizierte Frauen wechseln lieber Windeln
„Solange die Arbeitswelt an der Illusion festhält, Frauen müssten bei Dreifachbelastung gleich gut sein wie Männer, werden hochqualifizierte Frauen lieber Windeln wechseln.“

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