Europa im Herbst 2016

Nebs Europatour 2016

Im Herbst organisiert die Nebs eine weitere Europatour. Diskutieren Sie mit zahlreichen PolitikerInnen, ProfessorInnen und KünstlerInnen über die Zukunft der Schweiz in Europa. Details zu Ort und Zeit dieser Veranstaltungen finden Sie hier.

Lukas Wegmüller, Co-Generalsekretär der Nebs, äussert sich in seinem Newsletter vom 13. Oktober zu einer interessanten Idee, die zur Zeit diskutiert wird:

„Mit einem Interrail-Ticket quer durch Europa ist eine Erinnerung, welche mir noch heute ein Lachen ins Gesicht zaubert. Dementsprechend gross war meine Freude über eine ganz konkrete Idee, welche seit einigen Wochen zunehmend an Fahrt gewinnt: Kostenlose Interrail-Tickets für die Jugend! Sowohl im Internet wie auch bei Vertretern verschiedener EU Institutionen sind die Kommentare dazu positiv, stösst die Idee auf Anklang. Eine solche Einladung für junge Unionsbürgerinnen und -bürger, Europa unter die Räder zu nehmen, riefe in Erinnerung, dass die EU nicht ein abstrakter Wirtschaftsraum sein soll, sondern ein Raum der Bürgerinnen und Bürger. Ein Raum, den es kennenzulernen und zu verstehen gilt, in seiner ganzen Vielfalt und Vielschichtigkeit, bewohnt und bevölkert von eben diesen Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichen Traditionen, Geschichten, Eigenheiten und Sprachen.

Noch ist unklar, ob und wie diese verwegene Idee jemals umgesetzt wird. Ein Reformschritt hin zu einer „besseren“ EU wäre damit natürlich nicht getan, mehr Jobs und soziale Sicherheit insbesondere für Junge müssen auf anderem Weg sichergestellt werden und diese Reformen sind dringend notwendig. Aber eine solche Einladung an die Jugendlichen Europas wäre ein starkes Symbol dafür, die EU für ihre jungen Bewohnerinnen und Bewohner erfahrbar zu machen und ihnen näher zu bringen. Denn im eigenen Erleben liegt der Schlüssel zum Verstehen und Begreifen: Wer seine ganz eigenen „Europageschichten“ erlebt, hat einen anderen Bezug zur Union. Zum Glück ist auch die Schweiz Teil des Interrail-Systems, denn dasselbe gilt ja eigentlich auch für junge Schweizerinnen und Schweizer!“