Archiv für Posts im Bereich siegel.ch

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„Unter uns Pfarrerstöchtern…“

Welcome, Theresa May!

„Thumbs up“ für die neue Premierministerin Grossbritanniens, die sich bereits sechs Jahre lang im Innenministerium bewährt hat, aber sozusagen über Nacht in ihr neues Amt katapultiert worden ist. Meine persönlichen Überlegungen dazu finden Sie hier.


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„Frauen werden die Arbeitswelt verändern“ (Interview)

Anlässlich der Veranstaltung  «Businesstag 2016» in Vaduz im Juni 2016 ist ein Magazin erschienen, in dem sich die Referentinnen – und der Referent – zum Thema «Frauen in der Arbeitswelt» geäussert haben. Das Interview mit mir finden Sie hier (Seite 14/15).


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Sprache und Macht, Worte und Wirkung

Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!!“
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muss es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Dass deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreib getrost: Im Anfang war die Tat!


Johann Wolfgang von Goethe; «Faust I»

Die Macht des Wortes: Sie kann gar nicht genügend hoch eingeschätzt werden, besonders im politischen Umfeld, wie schon die ersten demokratischen Schritte im Athen des Perikles (490-429) beweisen: In den von ihm eingeführten Institutionen wie der Volksversammlung oder den Geschworenengerichten mussten Mehrheiten gewonnen werden, und das hiess, durch die Kraft der Argumente und die Macht des Wortes zu überzeugen. Wer im öffentlichen Raum der athenischen Demokratie als Politiker erfolgreich sein wollte, musste vor allem reden können.

Und wie gehen wir heute mit Wörtern und Worten um? Nachlässig, unsensibel, oberflächlich, ganz sicher minimalistisch. Zu diesem Thema lädt das Schauspielhaus Zürich am kommenden Freitagabend zu einem Gespräch ein – auch dies im Umfeld von demokratischen Prozessen:

 

Worte und Wirkung – Sprache und Macht

Podiumsgespräch mit Adolf Muschg, Carolin Emcke und Verena Mühlethaler
Im Rahmen des Projekts „Die Schutzbefohlenen“

Gratisanwälte, Willkommenskultur, Überfremdung – mit welcher Sprache wir in Alltag und Literatur von Migration, Ausgrenzung und gesellschaftlichem Wandel sprechen, prägt demokratische und künstlerische Prozesse gleichermassen.

Am Vorabend von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ diskutieren Adolf Muschg, Carolin Emcke und Verena Mühlethaler am 20. Mai mit Daniel Binswanger vor dem Hintergrund der bevorstehenden Abstimmung zur Asylrechtsrevision über Integration, zivilgesellschaftliches Engagement und die Macht der Sprache in der gegenwärtigen politischen Debatte.


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Juni 2016: Ein Monat für Begegnungen

Persönliche Empfehlungen

Drei Events gibt es im Juni, die Ihnen neue Erlebnisse, neue Erkenntnisse und neue Kontakte bringen können:

summitGleich zu Beginn des Monats, am 1. Juni, findet der SUMMIT in Frankfurt/Main statt, zum Thema «Innovating Leadership – Transformation now» (plus Abendveranstaltung am 31. Mai).

Veranstalterin ist die Women Speaker Foundation, die einzige Agentur in Europa, die ausschliesslich Frauen als Rednerinnen für öffentliche Anlässe vermittelt, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Gründerin/Inhaberin der Agentur ist Regina Mehler, eine BPW aus München, die sich über BPW aus der Schweiz sehr freuen würde. Diese Freude drückt sich unter anderem dadurch aus, dass BPW einen Rabatt auf die Teilnahmegebühr von 200 Euro bekommen, also nur 590 statt 790 Euro zahlen.

Leadership ist zur Zeit DAS Thema bei Führungsdiskussionen und wird hier auf breiter Basis abgehandelt. Alles, was Sie über den Anlass wissen müssen, finden Sie hier: http://www.innovation-summit.de.

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Screenshot 2016-05-14 00.04.15Der zweite Anlass findet in der «Linde Oberstrass», 8006 Zürich (Tram 9 und 10 vor dem Haus), statt. Er ist eine Veranstaltung der ethos académie, deren Präsident Kaspar Müller einen besonderen Akzent setzt: Am Donnerstag, 9. Juni, werden Sie keinen Grund haben, sich über das Fehlen von Frauen als Expertinnen zu beklagen: Es geht um ethische Überlegungen zum Thema «Die Verantwortung der Schweizer Unternehmen im Ausland: Pflichten und Grenzen», und der Anlass ist fest in Frauenhänden.

Das Einführungsreferat hält Prof. Dr. Monika Roth, Spezialistin für Finanzmarktrecht, Bankrecht, Compliance und Corporate Governance. Danach referieren zwei Argentinierinnen – eine Anwältin und eine Aktivistin – zur südamerikanischen Perspektive dieses Themas aus der Praxis: Drei Keynotes, drei Frauen. Zur Abrundung: Begrüssung und Moderation bleiben Aufgabe des Veranstalters, der die beiden ausländischen Gäste auf einer Reise nach Südamerika persönlich rekrutiert hat.

Der Platz ist beschränkt, der Eintritt ist gratis, und Kaspar Müller freut sich natürlich, wenn möglichst viele Frauen im Publikum sitzen und beim anschliessenden Apéro mitdiskutieren. Details finden Sie hier und anmelden können Sie sich hier: event@ethosacademie.ch

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BT2016_Flyer_WebEinen interessanten Speaker-Mix bietet der Liechtensteiner «BUSINESSTAG 2016» in Vaduz, der in diesem Jahr bereits zum 9. Mal durchgeführt wird. An diesem Wirtschaftsforum für Frauen, zu dem auch Männer gerne kommen und das im letzten Jahr 500 Teilnehmer verzeichnen konnte, erleben Sie am Montag, 20. Juni, unter anderem Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, Markenbotschafterin Christa Rigozzi oder den bekannten Executive Searcher Guido Schilling. Es geht um das Thema «Frauen führen – Erfolgsbeispiele aus der Praxis»; moderiert wird der Anlass von Monika Schärer.

Vorbereiten auf diese Tagung können Sie sich mit dem dazu veröffentlichten Magazin; dort finden Sie auch ein Interview mit mir mit dem Titel «Frauen werden die Arbeitswelt verändern».

Auch hier werden BPW Business and Professional Women Bekannte finden: Der BPW Club Rheintal gehört zu den Kooperationspartnern. Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 220.00, inkl. Tagungsunterlagen und reichhaltigen Apéro. Details und Anmeldung: www.businesstag.li.

Ich würde mich freuen über Begegnungen mit anderen BPW: In Vaduz werde ich das Schlussreferat halten.  Sehen wir uns dort?

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News: Gesellschaft

Die Süddeutsche Zeitung präsentiert ein grossartiges Grossprojekt zu einem der aktuellsten Themen in unserer Gesellschaft:

«Die Recherche»

GLEICHBERECHTIGUNG HEUTE
Ein Dossier über die Chancen der Gleichberechtigung – für Frau und Mann

„Wie viel Gleichberechtigung brauchen wir noch? – Diese Frage hat unsere Leser in der elften Runde des Projekts Die Recherche am meisten interessiert. Um sie zu beantworten, haben wir für Sie recherchiert und ein Dossier aus Analysen, Interviews, Reportagen und Videos zusammengestellt.“ (sz)

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«Zeitenwende»

Ein Beitrag aus Journal 21:
Reflexion über Veränderungen, besonders aus deutscher Sicht – regt an zum Nachdenken und Dankbarsein.

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News: MRS-Termine

Dienstag, 3. Mai, 7.50-8.25 Uhr ca.
Feuilleton-Gast bei Radio SRF2 Kultur

Radio ist ein Medium, dem ich viel abgewinnen kann, und natürlich habe ich da auch einen Lieblingssender: SRF2 Kultur, wie er sich seit der letzten Umstrukturierung nennt.

Ich habe mich sehr gefreut, als ich vom Sender eingeladen worden bin, der Feuilleton-Gast am Dienstag, 3. Mai 2016, 7.50-8.20 Uhr, zu sein.

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„Merci, mon amour!“

Catalyste CEO Deborah Gillis und Justin Trudeau, Premierminister Kanada

Catalyst CEO Deborah Gillis und Justin Trudeau, Premierminister Kanada

Er war verdientermassen der Ehrengast des diesjährigen Gala-Dîners von Catalyst, die Organisation, die sich seit einigen Jahrzehnten für die Chancengleichheit von Frauen einsetzt, am 16. März im New Yorker Hotel «Waldorf-Astoria»: Justin Trudeau, 43, seit einem halben Jahr Premierminister von Kanada. Sie erinnern sich: Er ist der Politiker, dessen Parlament aus 15 Männern und 15 Frauen besteht, und der auf die Frage einer Journalistin, warum er so viel Wert auf diese paritätische Zusammensetzung lege, ganz einfach geantwortet hat: „Because it’s 2015.“ JETZT erinnern Sie sich, nicht wahr?

Die am 16. März anwesenden weiblichen Gäste werden sich wahrscheinlich auch noch lange an diesen Abend erinnern, denn der Ehrengast hält natürlich eine Rede, die er an vier Wörtern aufhängt: empowerment, accountability, courage und humility. Dafür braucht er nur gut 16 Minuten. Bevor er jedoch loslegt, erwähnt er seine Frau Sophie, die ihn, wie er sagt, täglich immer wieder inspiriert und motiviert und ohne die er nicht an dem Platz wäre, wo er heute ist. Er zitiert seine Frau, die der Meinung sei: „Behind every successful man there is a really astonished woman.“ Grosses Gelächter natürlich, aber er dreht sich zu ihr um und sagt: „Merci, mon amour!“ Dann ist es Zeit für sein leidenschaftliches Plädoyer für Chancengleichheit, in dem u.a. der Satz fällt: „As some of you know, I am a feminist and proud to call myself one.“ Wann haben Sie das zuletzt von einem Premierminister gehört?

Vielleicht steht er stellvertretend für eine neue Führungsgeneration, für die es normal ist, Gefühle zu zeigen, und die es nur fair findet, dass Frauen gleiche Chancen haben sollten und, wie er über sein von Diversity geprägtes Kabinett sagt, in der Regierungsverantwortung die Vielfalt der Bevölkerung reflektiert sein sollte.

Möchten Sie Justin Trudeau helfen, diese neue Kultur zu verbreiten? Dann können Sie den Link zur Trudeau-Rede weiterleiten: https://www.youtube.com/watch?v=pRapYBI24G0&feature=youtu.be

Ich wünsche Ihnen 16 inspirierende Minuten und hoffe, dass Sie diese gute Viertelstunde Ihrer kostbaren Zeit danach wirkungsvoll umsetzen können.

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Sind wir mitschuldig am Erfolg der Demagogen?

Gratis-Werbung für die Falschen

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Josef Joffe, Heruasgeber der ZEIT

 

 

„So absonderlich es klingt: Die Medien sind die besten Freunde der Außenseiter, die sich nun in der Bühnenmitte spreizen. Denn TV und Print schenken ihnen das höchste politische Gut überhaupt: Aufregung und Aufmerksamkeit.“

Josef Joffe, einer der grand old men des deutschen Print-Journalismus, schlägt sich an die eigene Brust, wenn er die Medien beschuldigt, Menschen wie Trump und Institutionen wie Pegida und AfD viel zuviel Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Medien würden das aber wohl nicht tun, wenn die Medienkonsumenten nicht darauf ansprechen würden. So sind wir also ebenso schuldig, denn offensichtlich besteht ein Bedürfnis, um nicht zu sagen, eine Gier nach Schlagzeilen, die diese Demagogen machen. Jemand muss den Anfang machen: Sind es seriöse Medien wie z.B. die ZEIT, die NZZ oder die NEW YORK TIMES, oder sind wir Konsumenten in der Pflicht? Könnte es sogar eine Frage der Ethik sein…?

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Feuilleton-Gast bei Radio SRF2 Kultur

Radio ist ein Medium, dem ich viel abgewinnen kann, und natürlich habe ich da auch einen Lieblingssender: SRF2 Kultur, wie er sich seit der letzten Umstrukturierung nennt.

Zu den Sendungen, die ich, wenn möglich, nicht verpasse, gehört das Interview mit einem Gast, der jeweils am Dienstagmorgen über seinen Medienkonsum redet und ein in diesem Zusammenhang repräsentatives Beispiel kommentiert – einen Artikel, eine Radio-/Fernseh-Sendung oder auch eine Online-Quelle. Es sind interessante Gäste, die den Hörerinnen und Hörern einen Einblick in ihre Mediengewohnheiten geben.

Ich habe mich sehr gefreut, als ich vom Sender eingeladen worden bin, der Feuilleton-Gast am Dienstag, 3. Mai 2016, 7.50-8.20 Uhr, zu sein.

Und hier können Sie hören, was ich am 3. Mai als Artikel empfohlen habe…

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Gesund altern

Die Babyboomer-Generation geht in den nächsten 10 Jahren in Rente

„Aus dem heutigen Steuerwettbewerb wird ein Demografie-Wettbewerb. Gleichzeitig verändert die demografische Entwicklung die Strukturen unserer Gesellschaft. Das Healthy Ageing Forum Schweiz HFS beleuchtet Entwicklungen und Projekte rund um das Thema «Gesund altern».“ (Max Winiger)

Zur Zeit finden Sie auf der Website des Forums ein Gespräch mit Teilnehmern aus vier Generationen zum Thema «Altern». Zunehmend gewöhne ich mich daran, in einer solchen Gesprächsrunde die Älteste zu sein… Gut, wenn man dann die richtige Einstellung dazu hat – eine Einstellung, wie sie z.B. in diesem Aphorismus zum Ausdruck kommt:

„Age is an issue of mind over matter: If you don’t mind it, it doesn’t matter.“

Für Zeitungsleser: Das Gespräch wird auch In der «NZZ am Sonntag» vom 20. März zu lesen sein.

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