Archiv für den Bereich Futurama

News: Zukunftsfähigkeit

The Future of Work

Wollten Sie ihn nicht schon lange kennenlernen? An der Tagung im GDI zur Zukunft der Arbeit wird Yanis Varoufakis, das enfant terrible der griechischen Finanzkrise vom letzten Sommer, das Schlussreferat halten – am 4. Mai wird wohl kaum jemand früher die Tagung verlassen…

 

Was will die Jugend in unmittelbarer Zukunft?

Rebellion? Null Bock? Aufffallen um jeden Preis? Oder was ganz Neues…? Die Sinus-Studie zur Befindlichkeit der 14-17-Jährigen ist soeben herausgekommen – und sie wartet mit einer Überraschung auf.

 

Frauen in der Teilzeit-Falle

Könnte dies endlich der Anfang vom Ende sein? Vom Ende des völlig überholten, diskriminierenden, stigmatisierenden und total falschen Begriffs «Teilzeit»? In einem hervorragend gestalteten Beitrag zeigt die Sonntagszeitung vom 24. April, warum Frauen aufhören sollten, sich um Teilzeitpensen zu bemühen. Aber subito.

Ich engagiere mich seit über einem Jahrzehnt für die Eliminierung dieses Begriffs aus dem Arbeitsleben. Mehr darüber demnächst.

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«Zukunft der Arbeit» am GDI

Wollten Sie ihn nicht schon lange mal kennenlernen?

future_of_workDas GDI Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon wartet am nächsten Mittwoch, 4. Mai, mit einem illlustren Aufgebot an Referaten, Keynotes und Work Sessions auf. Unter anderem wird Robert B. Reich, ehemaliger amerikanischer Arbeitsminister unter Präsident Bill Clinton, heute Professor für öffentliche Politik an der Goldman School of Public Policy der University of California, Berkeley, eine Keynote liefern zum Thema «Technologischer Wandel und die Unausweichlichkeit des bedingungslosen Grundeinkommens». Der Bestsellerautor gilt seit 40 Jahren als internationaler Vordenker der Arbeitswelt.

Eine besondere Anziehungskraft wird auch der letzte Keynote-Referent haben, auch er Professor, der in der aktuellen Debatte über die globale und europäische Wirtschaftskrise eine der meistzitierten Stimmen ist, der im Sommer 2015 als unverschämt, aber charismatisch, unerzogen, aber nie langweilig charakterisiert wurde – je nachdem, wem man zuhörte: Professor Dr. Yanis Varoufakis. Er wird zum Thema «Wann wird eine Gesellschaft sozial?» sprechen. Der Umgang mit ihm war gewöhnungsbedürftig. Es wird interessant sein zu sehen, ob sich der Hype um den einst fordernden Ex-Finanzminister gelegt hat und der Grieche heute als Wirtschaftsexperte, der er ist,  überzeugen kann.

Sie können sich selbst davon überzeugen: Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

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Wenn ein “Grossraumbüro” seinen Namen verdient

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Firmenchef Mark Zuckerberg hat eine Mission: Er möchte die Menschen dieser Welt miteinander vernetzen. Damit beginnt er im eigenen Haus in Menlo Park, CA: Ab Ostern 2016 sollen dort im neuen Facebook-Firmenareal fast 3’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im selben Raum arbeiten– er und CEO Sheryl Sandberg inklusive.

Star-Architekt Frank Gehry schuf ein Großraumbüro in XXL-Format: knapp vier Hektar Grundfläche. Mehrere tausend Menschen sollen unter einem – grünen – Dach möglichst unkompliziert miteinander kommunizieren können, um neue Ideen zu generieren. mehr

Auch wenn es hier um ein Extrem-Experiment geht, ist es unangebracht, die Stirn in Skepsisfalten zu legen. Die Prognose des «Zukunftsletter» (www.zukunftsinstitut.de) sieht hier bereits alle Elemente des Büros von morgen:

  • keine persönlichen Schreibtische mehr
  • keine Telefone
  • weitgehender Verzicht auf Papier
  • leichte Kontaktaufnahme und Gruppenbildung
  • wer Isolation will, arbeitet im Homeoffice; die Firma ist ein Ort der Gemeinschaft

Das hatten wir fast alles schon ansatzweise – und es war kein Erfolg. Mal sehen, ob sich etwas mit dem XXL-Vorbild ändern wird…


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Neues aus der IT-Welt

Werden die Smombies bald verschwinden?

Der grösste Mobilfunkanbieter Japans NTT DOCOMO (über 60 Millionen Kunden) bringt laufend interessante Innovationen auf den Markt. Eine seiner jüngsten: Smartphone-Funktionen, die das Lesen eines Smartphones beim Gehen verhindern.

Kann man sich da schon freuen, dass man in Zukunft vielleicht weniger Smombies begegnen wird? Smombies? Der Langenscheidt-Verlag hat „Smombie“ zum Jugendwort des Jahres gekürt; es bezeichnet die Menschen, die im Strassenverkehr einen Zusammenstoss mit anderen Fussgängern in Kauf nehmen, weil sie gebannt auf ihr Smartphone starren…

Wann kann man mit der japanischen Innovation rechnen?

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Facebook startet Initiative gegen Hass und Gewalt

Auch Facebook will nun gegen Schmäh-Attacken und Hasstiraden auf dem Sozialen Netzwerk vorgehen; technologische Expertise und Gelder sollen den Online-Radikalismus bekämpfen. Der US-Internetkonzern will den Hass-Kommentaren, die in letzter Zeit überhandnehmen, mit Gegenmassnahmen begegnen, so zum Beispiel mit der Förderung der Gegenrede und mit Dialog.

Sheryl Sandberg, die den Konzern eigentlich leitet, stellte Mitte Januar in Berlin das Projekt «Initiative Zivilcourage Online» vor – keinen Tag zu früh: Die Initiative, mit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Unterstützung erarbeitet, werde NGOs, die sich gegen Extremismus engagieren, mit einer Million Dollar fördern. Frage: Darf’s auch etwas mehr sein?

Deutschland wird der Hauptstandort für die europaweit geltende Plattform zur Gegenrede werden.

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Klexikon: Eine Wikipedia-Alternative für Kinder

Sehr viele Kinder nutzen heute die Wikipedia für die Schule oder in ihrer Freizeit. Für Kinder geschrieben ist die Wikipedia aber nicht, das ist kein Geheimnis. Aus diesem Grund gibt es das Klexikon: Kinder und Lexikon.

Mit dem Klexikon soll es gelingen, eine umfangreiche und verständliche Wikipedia-Alternative für Kinder zu schaffen. Gegründet wurde das Klexikon von Michael Schulte und Ziko van Dijk.

Angefangen hat alles mit dem Projekt „Freies Kinderlexikon“, das von Wikimedia Deutschland ermöglicht worden ist. Wikimedia Deutschland ist wiederum der Förderverein hinter der Wikipedia.

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Bringt Geduld nicht nur Rosen, sondern vielleicht auch Erfolg im Leben?

In einer Welt, wo viele Kinder mit der Forderung  „Mir, alles – und subito!“ aufwachsen, ist Geduld ein Fremdwort. Das ist jetzt offenbar auch in den Kreisen erkannt worden, wo Erziehung, Lernprozesse und vielleicht auch das Weitergeben von Erfahrungen als wertvolleres „Lebensmittel“ keine leeren Worte sind.
Die FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte zu dem Artikel über ein Forschungsprojekt in der Türkei auch eine Illustration mitgeliefert:

3-jungs_beim_puzzle

Als passionierte Puzzlerin musste ich schmunzeln: Die Boys haben eine echte Erfahrung vor sich, wenn sie lernen sollen, sich beim Puzzlen in Geduld zu üben – andererseits darf man sie auch darum beneiden, denn es könnte ihnen tatsächlich Geduld beibringen. Und das, wie es oben heisst, könnte ihnen helfen, das Leben erfolgreich zu meistern und ihnen ein Gefühl von Zielerreichung vermitteln…

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Wer beeinflusst unser Denken und Handeln wirklich?

Thought Leaders 2015

Ideen können ansteckend sein. Sie werden aufgeschnappt, weitererzählt, verbreiten sich in Windeseile. Und halten oft nicht lange vor.

Ideen können gross werden. Sie werden diskutiert, bekämpft, verarbeitet und führen zu nachhaltigen Veränderungen in der Gesellschaft, wenn sie sich durchsetzen. Aber das schaffen nicht viele.

Die schnellen und die grossen Ideen haben zweierlei gemeinsam: Sie müssen unter den Menschen verbreitet werden – und von Menschen erdacht werden. Die Porträts der einflussreichsten finden Sie hier. Das sind die so genannten «Thought Leaders», die unser Denken und Handeln beeinflussen.

Und wie wird man zum «Thought Leader»?
Die Antwort und noch vieles mehr zu diesen Persönlichkeiten finden Sie hier. Hochinteressante Lektüre!

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Klimakonferenz in Paris: Das Zitat der Stunde

tubiana_laurence„Climate change is about ecosystems. Climate change negotiations are about ego-systems.“

Laurence Tubiana, Leiterin der französischen Delegation an der Klima-Konferenz in Paris, über die Herausforderung, mit der sie als Chefunterhändlerin und Gastgeberin der Konferenz in den schwierigen Verhandlungen mit 195 Ländern konfrontiert war.
(New York Times, 12. 12. 2015)


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Die Welt der Arbeit: Zukunftsfähigkeit!

Die Zukunft der Arbeit? Hier schlägt der Paradigmenwechsel hohe Wellen.

Zukünftige Arbeitnehmer – Frauen wie Männer – äussern sich vermehrt und eindeutig zu ihren Erwartungen an ihre potentiellen Arbeitsplätze: Sie möchten interessante, vielseitige Tätigkeitsfelder, möchten erfolgreich sein in dem, was sie tun, möchten sich stetig weiterentwickeln und streben eine Harmonisierung von Arbeit und Privatleben an –  wie ich es bereits im letzten Herbst in meinem Buch «War’s das schon?» postuliert habe:

Was Studenten wollen
Kein Bock auf Karriere zu jedem Preis

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/84679

Zukünftige Arbeitgeber, die schon sehnsüchtig auf diese potentiellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter warten, sollten hin- und zuhören. Wenn sie die innovativen Ideen in den Köpfen der Millennials oder der Generation Y wollen – und wer kommt heute schon ohne Innovation aus? – werden sie ihre Strukturen, Führungskonzepte und Denkweisen einer drastischen Änderung unterziehen müssen. In der NZZ vom 9. September gab es dazu Lesenswertes:

Kreative Mitarbeiter
Die smarte Arbeitswelt der Zukunft

Für innovative Unternehmen sind motivierte, kreative Mitarbeiter zentral. Einige Firmen haben sich dazu verpflichtet, «intelligentes Arbeiten» zu fördern. Doch wie schafft man ein solches Umfeld?

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/die-smarte-arbeitswelt-der-zukunft-1.18609918?reduced=true

 

An dieser Stelle werden Sie regelmässig Beiträge finden, die Aspekte der neuen Arbeitswelt vorstellen.

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“Auch gute Nachrichten sind Nachrichten”

Seit Anfang September veröffentlicht der Zürcher «Tages-Anzeiger» jeweils zu Wochenbeginn einen lösungsorientierten Beitrag. Dabei geht es um Beiträge zur Bewältigung sozialer, ökonomischer, politischer oder ökologischer Probleme.

“[…] Vor zwei Jahren hat ein internationales Konsortium von Medien beschlossen, jährlich gemeinsam eine Schwerpunktausgabe mit lösungsorientiertem Journalismus herauszugeben. Der «Tages-Anzeiger» hat sich zweimal daran beteiligt und im Juni die letzte Ausgabe mit diesem Schwerpunkt zusammen mit 40 anderen internationalen Medien herausgegeben («Impact Journalism Day»). Wir danken den Kollegen rund um die Pariser NGO Sparknews für ihre Initiative und werden uns weiterhin daran beteiligen.

Teil dieser Initiative war es, die Leserinnen und Leser in über 40 Ländern aufzurufen, eigene Lösungen vorzuschlagen oder Beobachtungen dazu mitzuteilen. Der Aufruf fand ein beachtliches Echo: Der «Tages-Anzeiger» wählte damals aus den zahlreichen praktikablen Vorschlägen die zwei besten aus. Ab heute soll im «Tages-Anzeiger» jeden Montag ein Lösungsvorschlag dargestellt werden, je nach Thema wechselnd zwischen den Ressorts. Als kleine optimistische Note zum Wochenbeginn.” (Chefredaktor Res Strehle, 6. September 2015)

Die internationale Initiative ist für den Chefredaktor des «Tages-Anzeiger» nicht der einzige Grund, warum ab und zu in einer Zeitung mal positive Nachrichten Schlagzeilen machen sollten. Hier sind seine fünf Gründe für diese Neuerung.


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Neu und wichtig: «ARBEIT» im Zürcher Landesmuseum

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Am 11. September ist im Landesmuseum Zürich die Ausstellung «ARBEIT. Fotografien 1860-2015» eröffnet worden, die bis zum 3. Januar 2016 die Arbeitswelt von vorgestern bis heute illustriert.

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Di – So 10.00 – 17.00 Uhr
Do 10.00 – 19.00 Uhr

 

PREISE

Erwachsene: CHF 10
Ermässigte: CHF 8
Kinder und Jugendliche bis 16-jährig gratis

Tickets Online kaufen

Begleitend werden eine Reihe von einstündigen Führungen angeboten, in denen Expertinnen und Experten diese Fotografien aus ganz  verschiedenen Blickwinkeln betrachten und kommentieren; ein viersprachiger Flyer orientiert über die Ausstellungsdetails.


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"Man kann es nie vergessen"

Screenshot 2015-09-04 15.26.09_gelb„Wir reden immer ÜBER Flüchtlinge, nur selten MIT ihnen“, meinte ein Gesprächsteilnehmer in einer der zahlreichen ZDF-Sendungen zum derzeit brisantesten Thema.

Stimmt. Aber vermutlich könnten auch die Wenigsten ihre Geschichte überhaupt erzählen, denn sie sind sprachlich, physisch oder psychisch dazu vielfach gar nicht in der Lage.

Aus der Distanz von vielen Jahrzehnten habe ich versucht, meine eigene Flüchtlingssituation am Ende des Zweiten Weltkriegs in Worte zu fassen – stellvertretend für die Sprachlosen.


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