Archiv für allg. Posts im Bereich EuroKultur

Alberto Giacometti: Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich

Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze

Das Kunsthaus Zürich lässt Sie Alberto Giacometti sozusagen beim Arbeiten über die Schulter schauen:

„50 Jahre nach dem Tod Alberto Giacomettis (1901 –1966) beleuchtet die grosse Sonderausstellung «Alberto Giacometti – Material und Vision»  die grundlegenden Aspekte des Schaffens und die Arbeitsprozesse des weltbekannten Schweizers.

 Ausgangspunkt sind 75 kostbare Originalgipse aus dem Nachlass des Künstlers, die 2006 als Schenkung von Bruno und Odette Giacometti an die Alberto Giacometti-Stiftung im Kunsthaus gelangten. In einem mehrjährigen Forschungsprojekt wurden sie von den Restauratoren des Kunsthauses untersucht und für diese Ausstellung vorbereitet.“

 

Lesen Sie dazu als Einführung den erhellenden Artikel von Christoph Kuhn „Wir sind das Museum“ im Journal21.ch vom 21.11. 2016.


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Die «Generation Y» kann auch Lösungen erarbeiten

Viel wird über die Generation Y geschrieben und gesagt. Wenig davon ist positiv. Die nach 1990 Geborenen seien egozentrisch, unentschlossen, (zu) kritisch, sie scheuten Verantwortung, hätten kein Engagement und keine Vision für ihre eigene Zukunft. Sicher kennen wir alle auch andere in dieser Gruppe, die diese Negativbeurteilung Lügen strafen; ich jedenfalls treffe laufend auf junge Menschen, die team- und diskussionsfreudig sind, gerne arbeiten, wenn die Arbeit Sinn macht, und sehr wohl Vorstellungen für ihre Zukunft haben – und nicht nur für ihre eigene!

56 Studentinnen und Studenten aus 35 Ländern, keine(r) älter als 26 Jahre, haben sich am Wochenende vom 12./13. November an der Universität Zürich 20 Stunden lang mit der Frage auseinandergesetzt, in welchem Europa sie im Jahre 2030 leben möchten. Und dabei sind sehr brauchbare – und durchaus umsetzbare – Vorschläge zur Lösung einiger der dringendsten Probleme entstanden, wie der «Tages-Anzeiger» vom 14. November berichtet.


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Breaking News: Brexit muss im Parlament beschlossen werden

Parlament darf bei Brexit mitreden

Die britische Regierung darf den Brexit nicht einfach so einleiten. Das hat das oberste Gericht in London entschieden. Mehr


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Niederlage aus den eigenen Reihen

Anti-CETA Demonstration in Warschau (Spiegel-Online, 25.10.2016)

Die Belgier sind nicht alleine: Anti-CETA-Demonstration in Warschau
SPIEGEL-ONLINE, 25. Oktober 2016

Peinlich und zerstörerisch

Donnerstag, 27. Oktober 2016: Heute hätte eigentlich CETA verabschiedet werden sollen. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau ist aber auf der anderen Seite des Atlantiks, und so wird es keine Unterschreibzeremonie geben. Peinlich, wenn auch unnötigerweise.

Die Mittagsnachrichten um 12.00 Uhr beginnen mit der Meldung, dass CETA vielleicht doch noch zustandekommen könnte. Nochmals peinlich, dieses Hin-und-Her, dieser „Akt von Grössenwahn“, wie ihn der EU-Korrepondent des «Tages-Anzeigers», Stephan Israel, nennt. Wie verstörend und dramatisch das wallonische Taktieren ist bzw. sich auswirken kann, schildert der Brüsseler Spiegel-Korrespondent Markus Becker in einem Beitrag auf SPIEGEL ONLINE.

Die Mittagsnachrichten um 12.30 Uhr bringen als erste Nachricht die Meldung, dass sich die Belgier doch noch einigen konnten und CETA offenbar nun doch Realität wird.

Politik in Echtzeit. Spannend? Oder doch reformbedürftig…?


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Neues aus dem Verlagshaus der «ZEIT»

Aktuell und nötig

zeit_geschichte_deutschlandPassend zur politischen Entwicklung in Deutschland, in der wieder einmal eine Gruppe meint, sie würde den Volkswillen vertreten, bringt DIE ZEIT ihren neuesten Beitrag zur Geschichte heraus: «Wir sind das Volk» beleuchtet den steinigen Weg Deutschlands zur Demokratie seit 1789.

Unter dem Titel „Mit dem Rücken zur Wand“ gibt es am Ende des Magazins ein Gespräch mit zwei Europa-Kennern: Patrizia Manz, Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Potsdamer «Institute for Advanced Sustainability Studies», und Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Sie lassen sich konfrontieren mit einer der derzeit wichtigsten Fragen: Warum verliert die Demokratie an Vertrauen, und wie lässt es sich zurückgewinnen?

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Neu und informativ

zeit_panorama_titelDer ZEIT SHOP wartet mit einer Neuheit auf: „Unter dem Titel «Panorama» präsentieren wir künftig spannende Geschichtsthemen abseits der großen Politik – bildreich erzählt und opulent gestaltet.”

Die erste Ausgabe ist dem Altkanzler und ehemaligen Herausgeber der ZEIT, Helmut Schmidt, gewidmet: „Kein anderer Kanzler blieb über seine Amtszeit hinaus so präsent wie Helmut Schmidt. Doch fast immer ist es der Politiker oder Politik-Erklärer, der im Rampenlicht steht. Der Staatsmann bleibt im Gedächtnis. Aber wer kennt den Familienmenschen Schmidt, den Urlauber und Alltagskünstler? Seine Fotoalben erzählen von ihm.”

Entdecken Sie den privaten Helmut Schmidt und das neue Qualitätsprodukt aus dem Hamburger Verlag!


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Europa im Herbst 2016

Nebs Europatour 2016

Im Herbst organisiert die Nebs eine weitere Europatour. Diskutieren Sie mit zahlreichen PolitikerInnen, ProfessorInnen und KünstlerInnen über die Zukunft der Schweiz in Europa. Details zu Ort und Zeit dieser Veranstaltungen finden Sie hier.

Lukas Wegmüller, Co-Generalsekretär der Nebs, äussert sich in seinem Newsletter vom 13. Oktober zu einer interessanten Idee, die zur Zeit diskutiert wird:

„Mit einem Interrail-Ticket quer durch Europa ist eine Erinnerung, welche mir noch heute ein Lachen ins Gesicht zaubert. Dementsprechend gross war meine Freude über eine ganz konkrete Idee, welche seit einigen Wochen zunehmend an Fahrt gewinnt: Kostenlose Interrail-Tickets für die Jugend! Sowohl im Internet wie auch bei Vertretern verschiedener EU Institutionen sind die Kommentare dazu positiv, stösst die Idee auf Anklang. Eine solche Einladung für junge Unionsbürgerinnen und -bürger, Europa unter die Räder zu nehmen, riefe in Erinnerung, dass die EU nicht ein abstrakter Wirtschaftsraum sein soll, sondern ein Raum der Bürgerinnen und Bürger. Ein Raum, den es kennenzulernen und zu verstehen gilt, in seiner ganzen Vielfalt und Vielschichtigkeit, bewohnt und bevölkert von eben diesen Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichen Traditionen, Geschichten, Eigenheiten und Sprachen.

Noch ist unklar, ob und wie diese verwegene Idee jemals umgesetzt wird. Ein Reformschritt hin zu einer „besseren“ EU wäre damit natürlich nicht getan, mehr Jobs und soziale Sicherheit insbesondere für Junge müssen auf anderem Weg sichergestellt werden und diese Reformen sind dringend notwendig. Aber eine solche Einladung an die Jugendlichen Europas wäre ein starkes Symbol dafür, die EU für ihre jungen Bewohnerinnen und Bewohner erfahrbar zu machen und ihnen näher zu bringen. Denn im eigenen Erleben liegt der Schlüssel zum Verstehen und Begreifen: Wer seine ganz eigenen „Europageschichten“ erlebt, hat einen anderen Bezug zur Union. Zum Glück ist auch die Schweiz Teil des Interrail-Systems, denn dasselbe gilt ja eigentlich auch für junge Schweizerinnen und Schweizer!“


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Sehenswerte Ausstellungen in Zürich und Basel

Hingehen, ansehen!

Elegant, zurückhaltend, erhellend: All diese Adjektive treffen auf die beeindruckende Ausstellung «Europa in der Renaissance» zu, mit der das Landesmuseum in Zürich die Einweihung des Erweiterungsbaus Anfang August gefeiert hat.  Sie zeigt neue Aspekte einer Epoche, die man zu kennen glaubt, in einer neuen Umgebung auf neuartige Weise. Leider ist sie nur noch bis und mit 27. November zu sehen.

Ein Besuch lohnt sich im neu gestalteten Landesmuseum aus verschiedenen Gründen – unter anderem auch im modernen, übersichtlichen Museum Shop.

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Jackson Pollock (1912-1956) wie Sie ihn vielleicht nicht kennen

Autumn Rhythm (Number 30)

Autumn Rhythm (Number 30)

Wer den Namen Jackson Pollock hört, denkt in den meisten Fällen wohl an seine so genannten drip paintings, und wer gerne Puzzles macht, sei gewarnt: Ein Pollock-Bild kann faszinieren, aber auch versierte Puzzlerinnen und Puzzler in die Verzweiflung treiben.

Diese Bilder stehen jedoch nicht im Fokus der Ausstellung im Basler Kunstmuseum: Dort sind es vielmehr über hundert Beispiele – Gemälde und Papier – seiner figurativen Arbeiten aus Privatsammlungen und Museumsbeständen weltweit. Sie bieten einen Überblick über Pollocks künstlerische Entfaltung als figurativer Maler bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1956.

Für den Besuch dieser Ausstellung haben Sie noch ein bisschen mehr Zeit: Sie schliesst ihre Pforten erst am 22. Januar 2017.


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Menschenrechte in Europa in Gefahr

Eine neue Initiative, eine neue Gegenkampagne

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„Heute reicht die SVP ihre sogenannte Selbstbestimmungsinitiative ein. Schweizer Recht soll dem Völkerrecht vorgehen, so will es die Initiative. Der Initiativtext greift direkt die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) sowie die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union (EU) an.
 
Schutzfaktor M und ihre 75 Partnerorganisationen, darunter die Nebs, sind entschieden gegen diese Initiative. Sie gefährdet die europäische Zukunft unseres Landes. Wir laden auch Sie ein, diesem gefährlichen Text die rote Karte zu zeigen (weitere Informationen unten).“

Am selben Tag, an dem die Schweizer Initiative lanciert worden ist, haben sich auch deren Gegner zu Wort gemeldet. Was es mit dieser Initiative auf sich hat, was die Rote Karte damit zu tun hat und wo Sie warum unterschreiben und/oder spenden können, finden Sie hier.

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Zürich: Eröffnung des Erweiterungsbaus im Landesmuseum

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Ein Grossanlass für die ganze Familie zum Nationalfeiertag

Mit einem 26-Stunden-Programm wird das neue Landesmuseum am 31. Juli und 1. August eröffnet. Los geht es mit einer offiziellen Feier um 16 Uhr, und um 18 Uhr öffnen sich Tür und Tor für Gross und Klein.

Im Mittelpunkt der Eröffnung stehen der sanierte Museumsteil und der Neubau mit seinen ersten beiden Ausstellungen «Archäologie Schweiz» und «Europa in der Renaissance». Metamorphosen 1400 – 1600».

Dazu gibt es einiges an Programm: Konzerte und Kino, Nachtführung mit Taschenlampe, Bau- und Ausstellungsführungen, einen Blick hinter die Museumsmauern, Renaissance-Tanzkurse, Nachtwächtergeschichten, Yoga-Stunden für Frühaufsteher, ein Frühschoppenkonzert mit 1.-August-Brunch, Armbrustschiessen, digitale Schnitzeljagden, Reisen mit dem Geschichtenkoffer, Postkutschenfahrten im Park und regionale Spezialitäten für das leibliche Wohl.

Details zu den vielen, ganz verschiedenen und originellen Highlights finden Sie hier.

Schweizerisches Nationalmuseum
Landesmuseum Zürich
Museumstrasse 2
CH-8001 Zürich
Tel. +41 58 466 65 11
Fax +41 44 211 29 49
info@snm.admin.ch

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Venedig: Historische Theateraufführung im Ghetto

Der "Campo Ghetto Nuovo", Hauptplatz des Juden-Ghettos in Venedig, das 1516 als eigener Stadtteil eingerichtet wurde. (picture alliance / dpa)

Bild: Der „Campo Ghetto Nuovo“, Hauptplatz des Juden-Ghettos in Venedig, das 1516 als eigener Stadtteil eingerichtet wurde. (picture alliance / dpa)

Im Rahmen der Feierlichkeiten rund um das Jubiläum 500 Jahre Ghetto Venedig und in Verbindung mit William Shakespeares 400. Todestag präsentierten die Theatergruppe Colombari zusammen mit der Ca’Foscari Universität von Venedig unter Regie von Karin Coonrod eine Multilingual- Inszenierung (Englisch, Italienisch, Spanisch) von «Der Kaufmann von Venedig». Erstmals in der Geschichte des Stücks spielte die Hauptfigur Shylock somit am Originalschauplatz in der Lagunenstadt. Mehr

Leider wird es nur sechs Aufführungen geben – die letzte am 1. August.

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